Hubschrauber Radar Österreich Schweiz: Helikopter live über den Alpen
Die Karte zeigt Hubschrauber, die gerade über Österreich, der Schweiz und den angrenzenden Alpenregionen unterwegs sind. Flugzeuge sind ausgeblendet, jedes rote Symbol ist ein Helikopter, der seine Position per Transponder sendet. Klicken Sie ein Symbol an: Sie sehen Rufzeichen, Kennzeichen, Typ, Höhe, Geschwindigkeit, Kurs und den Ort, über dem der Hubschrauber gerade fliegt, oft mit Foto. Route und Flugzeiten bleiben leer, weil Hubschrauber keinen Flugplan wie Linienflüge haben.
Mit dem Suchfeld auf der Karte finden Sie einen Hubschrauber über Rufzeichen, Kennzeichen oder Typ, zum Beispiel H135 oder H145, oder Sie springen direkt zu einer Stadt wie Innsbruck, Zürich oder Sion. Zoomen Sie hinein, um einzelne Täler zu betrachten, oder heraus, um Helikopter weltweit zu sehen. Die Karte startet über dem Alpenhauptkamm zwischen Vorarlberg, Tirol und der Ostschweiz.
Flugrettung in den Alpen: Christophorus, Rega, Air Zermatt und Air-Glaciers
Die meisten Hubschrauber, die Sie tagsüber auf dieser Karte sehen, gehören zur Flugrettung. In Österreich sind das die gelben Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung mit Rufnamen wie Christophorus 14 im Dachsteingebiet oder Christophorus 18 im Burgenland. Standardtyp ist der Airbus H135, in den nächsten Jahren kommt der neue H140 dazu. Die ÖAMTC-Flugrettung fliegt rund 18.000 Einsätze pro Jahr, auf der Karte erkennen Sie sie am Kennzeichen mit OE-X am Anfang.
In der Schweiz ist die Rega mit 14 Einsatzbasen flächendeckend präsent. Die Basen tragen Nummern, etwa Rega 8 in Erstfeld oder Rega 10 in Wilderswil. Die Rega stellt ihre Flotte bis 2026 auf 21 Airbus H145 mit Fünfblattrotor um, auf den Gebirgsbasen lösen sie die AgustaWestland AW109SP Da Vinci ab. Im Wallis und im Berner Oberland fliegen zusätzlich Air Zermatt (Heliports Zermatt und Raron, Typen Bell 429 und EC135) sowie Air-Glaciers mit EC135 in Sitten, Lauterbrunnen und Collombey und AS350 B3 Ecureuil als Reserve. Schweizer Kennzeichen beginnen mit HB-.
Polizeihubschrauber über Österreich und der Schweiz
Die Flugpolizei des österreichischen Innenministeriums fliegt von Flugeinsatzstellen im ganzen Land, die größte liegt in Wien-Meidling mit einer Außenstelle am Flughafen Wien. Zum Einsatz kommen vor allem Eurocopter-Typen wie der EC135, erkennbar am Kennzeichen OE-BX. Die Gründe für einen Flug sind vielfältig: Suche nach vermissten Personen, Fahndung, Verkehrs- und Grenzüberwachung, Großveranstaltungen, Erkundungsflüge für den Lawinenwarndienst und Unterstützung bei Bränden, Muren oder Lawinenabgängen. Kreist ein Polizeihubschrauber lange über einem Gebiet, läuft dort meist eine Suche oder eine Fahndung.
In der Schweiz werden die Kantonspolizeien bei Suchflügen und Transporten von der Schweizer Luftwaffe unterstützt. Deren Helikopter erscheinen dann mit militärischem Kennzeichen auf der Karte, auch wenn der Anlass ein ziviler Polizeieinsatz ist.
Bundesheer und Schweizer Luftwaffe: Super Puma, Cougar, Black Hawk
Das österreichische Bundesheer betreibt den Sikorsky S-70A Black Hawk als Transporthubschrauber und führt derzeit den Leonardo AW169 Lion ein, der die alte Alouette III und später den OH-58 ersetzt. Wichtige Standorte sind Langenlebarn in Niederösterreich und Aigen im Ennstal in der Steiermark, dazu kommen zeitweise Stützpunkte in Vorarlberg, Tirol und Kärnten. Militärhubschrauber sehen Sie bei Übungen, Transportflügen, Waldbränden und bei Katastrophenhilfe nach Unwettern.
Die Schweizer Luftwaffe fliegt Super Puma, Cougar und EC635. Die Super Puma sind in Payerne und Dübendorf stationiert, Cougar und EC635 in Alpnach. Militärische Kennzeichen der Schweiz bestehen aus einem T und drei Ziffern, zum Beispiel T-311 bis T-325 für die Super Puma. Der EC635 trägt bei Bedarf eine Rettungswinde und fliegt auch Such- und Rettungsaufgaben im Gebirge.
Lawinen, Bergrettung, Heliskiing und Transportflüge: darum hört man im Gebirge so oft Hubschrauber
Im Hochgebirge ist der Hubschrauber oft das einzige schnelle Verkehrsmittel. Nach einem Lawinenabgang bringen Rettungshubschrauber Suchmannschaften und Hunde direkt auf den Lawinenkegel, bei Skiunfällen wird der Patient per Tau oder Winde geborgen. An Wochenenden mit schönem Wetter fliegen Air Zermatt und Air-Glaciers im Wallis dutzende Einsätze. Dazu kommen Flüge, die nichts mit Notfällen zu tun haben: Materialflüge für Baustellen und Seilbahnen, Versorgung von Berghütten, Heliskiing, Rundflüge und Viehbergungen. Auf der Karte erkennen Sie solche Arbeitsflüge an kurzen Pendelstrecken in geringer Höhe zwischen Tal und Berg.
Achten Sie beim Anklicken auf den Typ: Ein leichter Ecureuil (AS350) pendelt meist mit Lasten, ein H135 oder H145 mit dem Rufzeichen einer Rettungsbasis ist in der Regel im Rettungseinsatz, ein Super Puma oder Black Hawk gehört zum Militär.
Warum ein Hubschrauber manchmal nicht auf der Karte ist
Die Karte zeigt nur, was per ADS-B gesendet und von einem Empfänger am Boden aufgefangen wird. Gerade in engen Alpentälern reicht die Sichtverbindung zum nächsten Empfänger oft nicht aus: Ein Rettungshubschrauber, der tief in einem Seitental schwebt, ist dann für wenige Minuten oder für den ganzen Einsatz unsichtbar, obwohl Sie ihn deutlich hören. Sobald er wieder steigt oder das Tal verlässt, taucht er meist wieder auf.
Polizei- und Militärhubschrauber senden bei bestimmten Einsätzen gar keine oder nur eingeschränkte Daten. Reißt ein Signal ab, führt die Karte den Hubschrauber noch einige Minuten auf seinem letzten Kurs als geschätzte Position weiter und entfernt ihn dann. Wenn Sie also einen Hubschrauber hören, aber keinen auf der Karte sehen, heißt das nicht, dass nichts fliegt. Es heißt nur, dass gerade kein Signal ankommt.
Häufige Fragen
Welcher Hubschrauber fliegt gerade über mir in Österreich oder der Schweiz?
Suchen Sie auf der Karte Ihren Ort und klicken Sie das rote Symbol in Ihrer Nähe an. Sie sehen dann Rufzeichen, Kennzeichen, Typ, Höhe und Kurs. Ein Rufzeichen wie Christophorus oder Rega weist auf die Flugrettung hin, ein Kennzeichen mit OE-BX auf die österreichische Flugpolizei, ein Kennzeichen mit T und drei Ziffern auf die Schweizer Luftwaffe.
Warum sehe ich den Rettungshubschrauber nicht auf dem Radar, obwohl ich ihn höre?
Tief fliegende Hubschrauber in Tälern sind oft außerhalb der Reichweite der Empfänger, weil Berge die Sichtverbindung blockieren. Außerdem senden Polizei und Militär bei manchen Einsätzen keine Daten. Die Karte zeigt nur, was tatsächlich empfangen wird.
Kann ich Rega und Christophorus Hubschrauber live verfolgen?
Ja, sofern der Hubschrauber per ADS-B sendet und in Empfangsreichweite ist. Geben Sie im Suchfeld der Karte das Rufzeichen, das Kennzeichen oder den Typ ein, zum Beispiel H145 für die neuen Rega-Maschinen oder H135 für die meisten Christophorus-Hubschrauber.
Flugzeuge statt Hubschrauber verfolgen Sie auf unserer Seite zur Flugverfolgung, und für den grenznahen Luftraum nördlich der Alpen lohnt ein Blick auf das Flugradar München.